Seit 2020 gerät dieses Grundverständnis zunehmend ins Wanken. Die Corona-Pandemie machte die Fragilität globaler Lieferketten sichtbar und zwang Treasury- und Einkaufsabteilungen zu einer Zusammenarbeit, die zuvor in vielen Unternehmen kaum denkbar gewesen wäre. Der russische Angriff auf die Ukraine im Februar 2022 veränderte die Rahmenbedingungen für Energieversorgung, Inflation und Finanzierungskosten grundlegend. Neue Zoll- und Handelsbarrieren destabilisierten internationale Liefer- und Warenströme. Zuletzt sorgten die Konflikte im Nahen Osten für erhebliche Verwerfungen an den Energiemärkten.